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4.7.2009
Freiheit für Annakurban

„FREIHEIT FÜR ANNAKURBAN! SCHÜTZT DIE MENSCHENRECHTE! UNTERSCHREIBT UNSERE PETITTION!“

Mit diesen Worten forderten wir die Passanten am Gerhard-Hauptmann-Platz auf, uns zu unterstützen. Seit 2006 setzen wir, die Gruppe 1250 Reinbek/Bergedorf, uns für die Freilassung der inhaftierten Journalisten Herrn Annakurban Amanklitchew und Herrn Sapadurdi Chadchiew aus Turkmenistan ein. Für ihre Berichte über Menschenrechtsverletzungen u. a. für BBC zogen sie das Missfallen der turkmenischen Regierung auf sich. Im August 2006 wurden sie nach einem nur zweistündigen Gerichtverfahren, das nicht internationalen Standards entsprach, zu je 7 Jahren Haft verurteilt. Mit ihnen wurde eine Kollegin, Frau Ogulsapar Muradowa verurteilt, die nach nur zwei Monaten in Haft an schweren Verletzungen - vermutlich den Folgen von Folter - starb. Dies lässt annehmen, dass Herr Chadchiew und Herr Amanklitchew ebenfalls gefoltert werden.
Trotz zahlreichen Unterschriftensammlungen und wöchentlichen Briefen an die Botschaft gibt es seitdem keine neuen Informationen über den aktuellen Zustand der beiden politischen Gefangenen.
Endlich eine Reaktion seitens der Botschaft oder der Regierung zu erhalten, war auch Ziel unserer Aktion, wobei wir v. a. auf die Presse setzten.
Geplant wurde die Aktion von der Jugendgruppe: Wir bestehen aus etwa 10 Leuten und haben uns vor einem Jahr als „Gruppe in der Gruppe“ gegründet. Bisher haben wir z.B. Flohmarktstände organisiert. Die Vorbereitung übernahmen dabei wir, an der Durchführung nahmen dann aber alle teil.
So war es auch bei der Turkmenistan-Aktion am 4.7.09. Als wir vormittags mit dem Aufbau begannen, waren bereits Reporter des HH-Journals vom NDR da. Sie filmten uns, während wir das Amnesty-Banner befestigten, einen Infostand aufbauten und eine Fläche auf dem Boden von 1,5m x 2m mit Zeitung beklebten. Diese Fläche entspricht ungefähr einer turkmenischen Gefängniszelle für zwei Personen. Auch in unserer „Zelle“ nahmen zwei von uns Platz und stellten mit Fesseln, Klebeband auf dem Mund und Kameras um den Hals gehängt zwei mundtot gemachte Journalisten dar. Die übrigen Mitglieder sammelten Unterschriften und informierten über die Fälle.
Diese sehr auffällige Gefängniszelle erwies sich als äußerst nützlich: Viele blieben stehen, kamen auf uns zu und waren betroffen davon, auf welch kleinem Raum Gefangene in Turkmenistan oft jahrelang ausharren müssen. So konnten wir auch das Interesse derjenigen wecken, die noch nicht mit Amnesty in Kontakt gekommen waren.
Außerdem ergab die Aktion durch die nachgestellte Gefängnisszene sowie den zentralen Standort ein sehr medienwirksames Bild: Die Aufnahmen der Reporter vom Vormittag wurden zu einem interessanten und informativen Beitrag zusammengeschnitten, der sogar ein kleines Interview enthält. Allerdings hat keine Zeitung über uns berichtet, wie wir es eigentlich beabsichtigt hatten, da wir der Botschaft den Artikel dann hätten schicken können. Trotzdem werden wir Botschaft und Präsidenten natürlich über die Aktion informieren.
Sehr positiv war auch das entgegenkommen der Behörden, dass zu weiteren Aktionen ermutigt. Die Anmeldung wurde uns leicht gemacht und auch die Polizei war sehr freundlich.
Insgesamt also eine mal etwas andere, auffälligere Aktion, bei der wir nicht nur wegen des schönen Wetters auch viel Spaß hatten. Wir konnten über 350 Unterschriften sammeln und viele motivierende und interessante Gespräche mit Passanten führen. Nun hoffen wir, dass die Medienpräsenz auch die gewünschte Wirkung hat und sich die Botschaft zumindest zu einer Stellungsnahme genötigt fühlt. Unabhängig davon fühlen wir uns jedenfalls gestärkt für weitere Aktionen. An dieser Stelle möchten wir alle herzlich zur Mitarbeit einladen und vielleicht rufen dann beim nächsten Mal noch mehr Stimmen: „FREIHEIT FÜR ANNAKURBAN!“

Am Karsamstag führten wir zusammen mit der St. Johannes Gemeinde in Glinde eine Briefaktion auf dem Glinder Marktplatz durch.
Wir treffen uns um 19 Uhr in der LOLA.
Zum internationalen Tag gegen die Todesstrafe setzen wir mit einer Mahnwache ein Zeichen. Und sammeln Unterschriften, um geplante Hinrichtungen zu verhindern. Unterstützen Sie uns zwischen 11 und 15 Uhr vor der St. Petri und Pauli-Kirche.
Amnesty trotzt Wind und Wetter beim Wutzrock-Festival
Amnesty informiert - und reagiert. Wir sammeln Unterschriften gegen Folter in der Bergedorfer Einkaufstraße.
Gruppentreffen in der Lola Planen, austauschen und diskuieren. "Big brother is watching you" - stimmt das wirklich? Bergedorf und die Flüchtlinge - immer ein Diskussionsthema. Und wie machen wir am Internationalen Tag gegen Folter auf dieses Thema aufmerksam?
Selbstverständlich haben im Internet Menschen Rechte. Amnesty informiert vor der Europa-Passage.
Ob auf Postkarten, Petitionen oder Luftpostbriefen: Wir sammeln Unterschriften gegen Massenüberwachung und für die Rechte gefolterte Gewerkschafter

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